Wissenswertes

Erhaltung und Sanierung von Fahrsiloanlagen

Fahrsilo sanierung2

Zur Senkung der Kosten und langfristige Erhaltung von Siloanlagen für Grünfutter ist eine regelmäßige Sauberhaltung und Pflege der Betonflächen entscheidende Voraussetzung. Ein rechtlicher Bestandschutz solcher Bauten erfordert konsequent die Gewährleistung der ursprünglichen Funktion insbesondere hinsichtlich Sickersaftfassung und -ableitung. Ggf. sind aktuell Dichtheitsnachweise zu erstellen und vorzulegen.

Nach Leerung jeder Silokammer ist diese baldigst zu säubern und von jeglichen Futterresten zu befreien. In den einfachsten Fällen genügt anschließend eine alle ein bis zwei Jahre stattfindende Pflege und Behandlung der Betonflächen mit Schutzanstrichen, überwiegend auf bituminöser Basis. Sind auf Böden und Wänden aus Beton geringe Schäden aufgetreten, sind diese mit kunststoffmodifiziertem Mörtel zu reparieren.

Größere Schäden sind erst nach Wasserstrahlreinigung oder Sandstrahlen zu erkennen.

Neubau und Sanierung von Bodenflächen in Fahrsilos

Beschichtung

Nach Fertigstellung der Betonelemente wird gegebenenfalls eine Asphalttragschicht von 8-10 cm eingebaut. Nach Aufbringen einer Verbindungsschicht bzw. dem Aufspritzen eines Haftklebers erfolgt der Einbau einer kalkfreien, säurefesten Asphaltverschleißschicht von mindestens 4 cm.

Auf die erfolgreiche Klassifizierungen und eine optimale Verdichtung des einzubauenden Asphalts ist zu achten. Die Abgrenzung der Fahrbahnen des Asphaltfertigers, insbesondere zu den Betonwänden und offenen Abschlüssen, sind sicher abzudichten, in der Regel mit TOK-Band oder Fugenmasse (Heißverguss).

Eine Asphaltierung von zerschlissenen Betonflächen mit einer 4-10 cm starken Verschleißschicht ist bei statischer Sicherung des Untergrundes, ebener Ausbesserung von Bruchflächen und Flächenangleichung von Fugen nach guter Vorbereitung erfolgreich. In Längsrichtung einer Silokammer ist die auslaufende Asphaltschicht in einem Keil in die folgenden Betonflächen zu beendigen.

Fugensanierung

Fugen

Fugen in Betonflächen bzw. zwischen Betonelementen sind vor jeder Sanierung bzw. Reparatur gründlich von allen losen Teilen zu säubern. Hohlkehlen sind fast ausschließlich vor dem Verfugen einschließlich der umgehenden Flächen zu sandstrahlen, um die Haftfähigkeit wiederherzustellen.

Ursprünglich verwendetes bituminöses Fugenmaterial ist mit Material auf gleicher Basis zu behandeln. Bei Sanierung älterer Fahrsiloanlagen bedarf es vor jeder Ausführung einer gründlichen Kontrolle des gegenwärtigen Zustandes, da undichte Silokammern meist von durchlässigen Fugen verursacht werden.

Anspruchsvoller Schutz von Betonwänden mit Glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK)

Hochsilo

Insbesondere in den zum Teil vor Jahrzehnten errichteten 25 m hohen Hochsilos aus Beton HS 25 hat sich die Innenbeschichtung der Wände mit GFK gut bewährt. Und doch machen sich inzwischen zunehmend teilweise oder sogar komplette Reparaturen der Flächen erforderlich.

Nach gründlicher Säuberung des Untergrundes durch Sandstrahlen und Herstellung einer Haftbrücke werden Matten aus Glasfasern überlappend in eine vorher aufgebrachte Kunststoffschicht geklebt und abschließend nochmals mit dem gleichen Material abgerollt. Diese aufwendig hergestellte säurebeständige und äußerst stabile Auskleidung von Siloinnenwänden bewährt sich u.a. auch in speziellen Betongruben für die Aufbewahrung sonstiger aggressiver flüssiger Materialien.